altissimo Wehntal

altissimo Schweiz

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altissimo wurde ursprünglich für die Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland entwickelt und läuft seit 2006 als Pionierlauf in den vier Gemeinden des Zürcher Wehntals (Niederweningen, Oberweningen, Schöfflisdorf und Schleinikon). Das ist ein Einzugsgebiet von ca. 6500 Menschen. Die Erstdurchführung ist gut gestartet, hat sich positiv entwickelt und nachhaltig Bestand. Nach aufwändigen Vorarbeiten fand im Frühling 2007 als erste Grossveranstaltung eine spezifisch für diese Altersgruppe konzipierte Zukunftswerkstatt mit einem externen Moderator statt.




Anlässlich dieser entstanden mehrere Themengruppen. Zwei Jahre nach dem Start sind ca. 100 Personen (Stand April 09), aus allen sozialen Schichten, am Angebot beteiligt (Tendenz steigend). Das Angebot ist organisch gewachsen und daher ziemlich komplex. Ein gutes Dutzend Senioren und Seniorinnen sind, gemäss ihren Stärken und Interessen, in unterschiedlichen Funktionen aktiv. Es bestehen sechs aktive Themengruppen, eine Aktivitätenbörse und ein wöchentlicher Stammtisch.

Jede dieser Aktivitäten hat einen „Themenhüter“ oder eine „Themenhüterin“ oder wird durch eine Kerngruppe geleitet. Alle Themenhüter und Themenhüterinnen sind in der Planungsgruppe vertreten, welche mindestens alle zwei Monate zu einer Sitzung tagt. Zusätzlich engagieren sich zahlreiche Teilnehmende auf unterschiedliche Weise: Buchhaltung, technische Geräte, soziale Vernetzungen herstellen, Texte kreieren, Räume breitstellen, Kuchen backen, Fahrdienst usw. Es gibt auch Teilnehmende, die einfach bei der einen oder anderen Veranstaltung herein schauen, ohne sich zu engagieren. 

Jeweils halbjährlich finden Gesamttreffen statt, an welchen die Gruppen sich austauschen und, bei Bedarf, neue gegründet werden. Meist gibt es dabei ein übergeordnetes Thema (z.B. Wohlbefinden im Alter, Altersleitbild, „Gebraucht werden“ usw.). Es werden Kurzvorträge gehalten und, mit Hilfe diverser Grossgruppenmethoden, die Ideen und Anliegen der Anwesenden zusammengetragen. Zusätzlich zu diesen Halbjahrestreffen finden sporadisch ausserordentliche Grossanlässe statt: z.B. Brunch mit Vortrag zum Thema „Altsein in der Karibik“. Speziell an altissimo ist seine Durchlässigkeit, d.h. bei den einzelnen Anlässen sind immer alle willkommen. Man darf überall hereinschauen und mitmachen. In der Regel gibt es bei den Gruppentreffen jeweils eine Kerngruppe von regelmässig Teilnehmenden und vereinzelte Neuinteressierte.

altissimo ist in der Region gut vernetzt mit den Behörden und anderen Organisationen, die in der Altersarbeit und der Gesundheitsförderung tätig sind.

Aktiv sein ist wunderschön, aber…

…auch Zeiten der Ruhe sind nötig. Das Alter zu gestalten, heisst, immer wieder auch Phasen des Passivseins zu geniessen. Statistisch gesehen sind die Menschen zu Ende ihres Lebens während 1 ½ Jahren auf Hilfe angewiesen. Das heisst, wir alle müssen auch mit einer Phase der Abhängigkeit rechnen. Wir tun gut daran, schon in der Zeit der Unabhängigkeit ab und zu an diese Möglichkeit zu denken. Wer auch das Passivsein geniessen kann, dem fällt vielleicht dereinst der Umgang mit einer letzten Lebensphase der Abhängigkeit leichter.